Lego® Serious Play® am 9. Mai 2017

Rückblick

von Anke Steinberger, Schriftführer Stv.

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung am Dienstag, 09. Mai 2017 gab es einen spannenden Vortrag zum Thema „Lego® Serious Play® als Innovationsmethode“. Maria Tagwerker-Sturm (www.tagwerker.biz und www.inknowaction.com) gab uns dabei eine Einführung in das Thema Design Thinking und wie und wo sich Lego Serious Play als Innovationsmethode sehr gut eignen kann.

Design Thinking ist ein agiler, iterativer Produktentwicklungsprozess, der sehr Kunden- und Nutzerfixiert ist. Bei der Vorstellung der einzelnen Prozessschritte, aus denen der Design Thinking Prozess besteht (Verstehen – Erforschen – Synthese – Ideen – Prototypen – Testen) begann bereits eine erste Diskussion darüber, dass es zwischen Design Thinking und TRIZ einige Ähnlichkeiten und sogar Überschneidungen gibt.

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Eine Methode im Design Thinking Prozessschritt „Erforschen“ ist Lego® Serious Play®. – Lego® Serious Play® ist eine (Kreativ-)Technik, bei der nicht nur der Kopf, sondern auch die Hände gefordert sind. Nachdem bis zu 80 % unserer Gehirnzellen mit den Händen verbunden sind, fordert diese Methode das „Denken“ mit den Händen und bringt uns somit auf andere Gedankenansätze. Der Lego® Serious Play® Prozess besteht aus 4 Prozessschritten: Aufgabenstellung vorstellen/ besprechen à Antworten bauen (mit vorhandenen Lego-Steinen) à die gebauten Antworten der Gruppe erklären à die Gruppe reflektiert und stellt Fragen. Durch das Legomodell und das Hinterfragen des Gebauten entsteht ein visualisiertes Modell und ein gemeinsames Verständnis.

Nachdem uns Maria Tagwerker-Sturm die Theorie zum Lego® Serious Play® erklärt hatte, durften wir uns auch gleich aktiv betätigen und selbst einmal diese Methode ausprobieren.

Unsere Aufgabenstellung war: „Ich und Innovation“

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Nach ungefähr einer halben Stunde waren wir mit unseren Modellen fertig und präsentierten unser jeweiliges Kunstwerk der Gruppe.

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Nach den unterschiedlichen und interessanten Kurzpitches besprachen wir die Methode an sich. – Anfangs ist es für Ungeübte etwas schwierig sich auf das Legobauen einzulassen, dann irgendwann fängt man einfach an zu bauen und viele stellten erst beim Erklären des Bauwerkes fest, dass sie sich unbewusst mehr Gedanken zum Thema gemacht haben, als sie gedacht hätten. Man kann gewisse Dinge auch leichter und besser erklären als mit Worten bzw. Skizzen auf Papier. Durch das Bauen hat man die Chance auch mehr Dimensionen zu nutzen als bei Zeichnungen – Lego® Serious Play® erlaubt es drei- oder auch mehrdimensionale Darstellungen zu machen.

Als Abschluss dieses sehr interessanten Vortrages versuchten wir in der Gruppe direkte Verknüpfungspunkte und Anwendungsbereiche von Lego® Serious Play® und TRIZ zu finden. – Eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Lego® Serious Play® und dem Zwergemodell ist einigen von uns sofort aufgefallen. Weiters kann man diese Methode durch die Möglichkeit zur mehrdimensionalen Darstellbarkeit sehr gut auch für Funktionsanalysen und zur Problembeschreibung verwenden. Ein weiterer Einsatzbereich, bei dem Lego® Serious Play® unterstützen könnte, ist bei der Darstellung der Idealität.


Das TRIZ Kompetenzzentrum Österreich veranstaltet mehrere Treffen pro Jahr, wo wir Firmen kennenlernen, interessante Fachvorträge hören und gemeinsam TRIZ-Werkzeuge zu konkreten Fragestellungen anwenden.

Anregungen zu Veranstaltungen nehmen wir sehr gerne via entgegen!

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